Nicolas Roche

Illustration: Helena Zingarella

Nicolas Roche

Interview

Der 59-jährige Nicolas Roche ist seit 2006 ­Kollektionsverantwortlicher von Roche ­Bobois. Davor arbeitete er während zwanzig Jahren als selbstständiger Architekt.

Herr Roche, Sie arbeiten seit dreizehn Jahren für das Familienunternehmen Roche Bobois. Haben Sie ein Lieblingsmöbel des Brands zu Hause, mit dem Sie eine besondere Geschichte verbindet?
In der Tat – seit 40 Jahren begleitet mich die «Ozoo»-Kollektion des Designers Marc Berthier: Als ich ein Kind war, standen zwei «Ozoo»-­Betten im Haus meiner Gross­eltern. Als Student nahm ich dann eines mit in meine erste Wohnung und ergänzte es mit einem ­weissen «Ozoo»-Schreibtisch und einem «Ozoo»-Sessel. Die Möbel stehen noch heute in meinem Haus und werden rege genutzt. 

Nennen Sie uns drei Lieblingsfirmen aus der Einrichtungsbranche.
Da wäre zum Beispiel die Marke Henge, obwohl sie ein direkter ­Konkurrent unseres Unternehmens ist. Ich bewundere die Materialvielfalt und Formensprache ihrer ­Produkte. Eine weitere Firma, die ich nennen möchte, ist Glasitalia. Was der italienische Glashersteller alles aus dem zerbrechlichen ­Material herstellt, ist beeindruckend. Ausserdem überzeugen mich die Produktinnovationen des belgischen Tapetenherstellers Arte.

Wie müssen wir uns Ihr ­Zuhause vorstellen – ist es eher ein ­Sammlerparadies oder ein ­Minimalistentempel?
Ein totales Sammlerparadies. Bei mir steht eine Mischung aus ­Vintagestücken von Roche Bobois und anderen Designklassikern aus den 30er-Jahren bis heute. Abge­rundet wird der bunte Mix von diversen skandinavischen Möbeln.

Mit welchem Designer oder Architekten würden Sie gerne einen Tag verbringen – und warum?
Am liebsten würde ich den japanischen Designer Tokujin Yoshioka kennen lernen. Ich bin generell ein Fan von japanischer Gestaltung. An Yoshiokas Arbeiten überzeugen mich die Schlichtheit, die starke Formensprache und die jeweils stimmige Materialwahl.

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roche-bobois.com