Logieren in Räumen, die der Seele gut tun

Im vergangenen Jahr stand das zur Accor-Gruppe gehörende Swissôtel Kursaal Bern leer – nicht wegen des Lockdowns, sondern wegen eines Umbaus von Zimmern und Lobby. Mit schlichtem Design, natürlichen Materialien und warmen Pastellfarben hat die österreichische Gestalterin Nina Mair den Räumen moderne Gemütlichkeit eingehaucht.

In ihrem breiten Portfolio ist der Umbau des Swissôtel Kursaal Bern das erste Hotelprojekt. Die Architektin und Designerin Nina Mair entwirft mit ihrem Team Läden, Flughafenbereiche, Wohnungen sowie Produkte. Auch für das Hotelprojekt in Bern wurden diverse Möbel und Einbauten vom Designstudio aus Innsbruck entworfen, zum Beispiel die Sessel und der Tresen in der Lobby, die Sofas mit integriertem Stauraum, die Sideboards, die auch als Schreibtisch dienen. Beispiele, die deutlich machen, dass die Funktionalität einen hohen Stellenwert hatte, was in Hotelzimmern besonders wichtig ist. In ihrem Projekt strebte Mair eine Balance zwischen intelligenter Raumnutzung, die durch das Kreieren von massgeschneiderten Einbauten und multifunktionalen Zonen geschaffen wurde, und einem ruhigen, angenehmen Ambiente an. «Mein Ziel war es, ein kohärentes Ambiente zu schaffen, in dem sich die Gäste wohlfühlen», sagt die Architektin und ergänzt: «Vor allem wollte ich lokale, erneuerbare Materialien verwenden und mit technischen Features, die den Hotelaufenthalt für die Gäste möglichst angenehm machen, ergänzen.»


Der Material- und Farbenmix geben der schlichten Einrichtung ihren eigenständigen Ausdruck. Die Hauptmaterialien sind lokale Eiche und Keramikplatten, ein Bezug zu den Anfängen des Gebäudes. Letztere sind an Decken und Böden in den Badezimmern zu finden: Es sind handgemachte Keramikplatten aus Italien, die im Fischgrätemuster verlegt wurden. Mit ihrem kühlen Grauton bilden sie ein wunderschönes Zusammenspiel mit dem warmen Holz – beides natürliche Materialien mit einem sinnlichen Ausdruck.
Insgesamt 171 Hotelzimmer umfasst das Swissôtel Kursaal. Nicht alle Zimmer sind identisch, aber alle sind in einer Kombination von warmen Pastelltönen wie helles Holz, Mintgrün sowie Rosa, kombiniert mit kühlen Graunuancen, gehalten. Details aus Leder und textile Elemente bringen ein Quentchen Charme und Sinnlichkeit in die Zimmer. Ein Ambiente, in dem sich sowohl ein Konferenzgast auf Arbeitsreise als auch eine Familie für eine Auszeit am Wochenende wohlfühlt – und genau das war die Absicht der Gestalterin.
swissotel.com

Neueste Artikel

Quo vadis, Milano?

Zur Jubiläums-Ausgabe der internationalen Möbelschau haben zahlreiche Brands in ­ihren Firmenarchiven ­gestöbert. Das ­Aufleben der Klassiker befeuert die aktuelle Faszination an der Retro-­Ästhetik.

Exquisites Treppenhaus

Sie schaffen Wohnwelten, ­bieten individualisierte Lösungen an und realisieren Gesamtumbauten ganz nach dem Gusto ihrer Kunden. ­Unlängst hat Roomdresser bei einer doppelstöckigen ­Wohnung in Montreux innenarchitektonische Expertise ­bewiesen.

Paolo Bestetti von Baxter

Der Norditaliener über die Firmenphilosophie, neue Kollektionen und sein eigenes Zuhause

Weitere Artikel