Valentina Labitzke

Der bunte Entwurf der Jungdesignerin überzeugt mit seiner Verspieltheit und wandelbaren Form.

Die Objektdesignerin Valentina Labitzke wohnt und arbeitet in Zürich. Sie betreibt das Gemeinschaftsatelier Bella und war an der Design Biennale Zürich als Projektmanagerin tätig. In Basel studiert sie Kulturanthropologie und Genderstudies. Sie ist mutig, wissensdurstig und mag es bunt. Das zeigt sich auch in ihren Entwürfen.

Bild: Lorenz Cugini

Das Konzept
Bis Labitzke jeweils mit einem Konzept zufrieden ist, überdenkt, überarbeitet und verfeinert sie es. Der Urgedanke bei diesem Projekt war, sich von der konventionellen Form der Leuchte zu lösen: «Ich wollte ein wohnliches Lichttextil oder einen Lichtteppich entwerfen, der an die Wand montiert, auf den Boden oder über die Sofalehne gelegt werden kann», sagt die junge Gestalterin. Zum Entwurfsansatz gehörte zudem, das in Einzelteile zerlegte LED-Band sichtbar zu machen und das grelle, weisse Licht zu brechen. «Ich persönlich finde das weisse Licht ungemütlich und zu hell. Beim Entwickeln der Leuchte sah ich noch nach Feierabend überall weisse Punkte», betont die Züricher Designerin.

Bild: Lorenz Cugini

Die Umsetzung
Sie setzte sich das Ziel, das ganze Objekt selber zu realisieren. Um der Konzeptidee treu zu bleiben, hat sich die Objektdesignerin kurzerhand das Löten und Weben angeeignet. Für die Konstruktion des rechteckigen Webrahmens hat sie zwei alte Webrahmen zusammengesetzt. «Neben dem Experimentieren mit neuen Materialien ist mir sehr wichtig, auch Gebrauchtes einzubringen und zu verarbeiten.» Beim von Labitzke gewobenen «Lichttextil» sind die Kettfäden grüne Kabeldrähte; für den Schuss hat sie verschiedenfarbige Drähte an Einzelteile des LED-Bandes gelötet. Zur jeweiligen Farbe des Drahtes hat sie ein dazu passendes, wiederverwertetes Garn ausgesucht und rundherum gewoben. Die vielen verschiedenen Farben unterstreichen ihre Vorliebe für bunte Entwürfe. Um das LED-Band schliesslich mit dem Ausdruck des Objektes zu versöhnen und das Licht wärmer zu machen, hat sie die Rückseite mit braunen Samtstreifen und die Vorderseite mit Blattmetall verkleidet. Das verspielte Resultat bereitet Freude und lässt, dank der gezielt eingesetzten Materialien, die von Labitzke angestrebte Flexibilität zu.

Bild: Lorenz Cugini

Designerin
Valentina Labitzke, 26
instagram.com/labriize
ithappened.ch

Konzept
Jeden Monat präsentieren wir in unserer Rubrik Die zündende Idee eine Leuchte einer Schweizer Designerin. Das Starterkit ist für alle dasselbe: 5 m LED-Band und ein Transformator mit Stromanschluss. In der Ausführung sind keine Grenzen gesetzt. Es bleibt reichlich Raum für Neues, Gewagtes und Experimentelles.

Okro
Heinz Caflisch, Gründer vom Churer Label Okro, kuratierte die Auswahl der Designerinnen.
okro.com

Schätti
Der bekannte Schweizer Leuchtenhersteller stellt den Designerinnen einen hochwertigen Bausatz und sein Know-how zur Verfügung.
schaetti-leuchten.ch

Neueste Artikel

Ehrlich und edel

Wo sich Fuchs und Hase Gute Nacht sagen, hat eine junge Familie ein Wohnhaus gebaut: eine schlichte, rohe ­Betonkonstruktion...

Das Schlafzimmer gemütlich gestalten: Diese Fehler solltest du vermeiden

Das Schlafzimmer ist unser Rückzugsort, an dem wir entspannen möchten. Deshalb ist es wichtig, dieses gemütlich und ästhetisch zu...

Auf was man beim Kinderbett achten muss

Das Kinderbett ist das wichtigste Möbel im Kinderzimmer. Ein erholsamer Schlaf ist für Kind und Eltern gleich wichtig. Hier...

Weitere Artikel