Moderne Nostalgie

Wort: Kurt G. Stapelfeldt / Redaktion: Rik Bovens / Bild: Helenio Barbetta, Living Inside
Der Innenarchitekt Giacomo Totti hat sich in seiner nord-italienischen Heimatstadt Thiene ein Zuhause in seinem ganz eigenen Stil geschaffen. Mit der Einrichtung bringt er seine Vorliebe für nostalgische Anspielungen und für die Kreationen der grossen Meister der Moderne zum Ausdruck. Dabei schöpft er aus seinem persönlichen Sammlungsfundus an delikaten Vintageobjekten und bettet diese in den erlesenen Ausbau ein.

Nachdem er einige Jahre im Ausland als Musiker auf Tournee war, hat sich Giacomo Totti beruflich umorientiert und der Gestaltung von charakterstarken Interieurs zugewandt. Seine Projekte sind stets farbenfroh, fotogen und gut durchdacht. Eine besondere Leidenschaft hat er dabei für die Vergangenheit. Für die grossen Talente der Designgeschichte und für die Objekte, die sie geschaffen haben. So sind seine Projekte in der Regel voller Anspielungen auf ikonisches Design und meisterhafte Architektur. Diese Nostalgie wurde Totti praktisch in die Wiege gelegt. «Mein Vater war Antiquitätenhändler und hat mich schon als Kind auf Messen, Märkte und Ausstellungen mitgenommen. Diesen Erfahrungen ist es sicherlich zu verdanken, dass mein Interesse an der Vergangenheit Gestalt angenommen hat», sinniert er.

Wiege der Moderne
Mit 34 Jahren hat sich Totti nun in seiner Heimatstadt Thiene ein Zuhause geschaffen, in dem er sich selbst verwirklichen und seine umfangreiche Sammlung in Szene setzen konnte. Stücke von Mendini, Castiglione und Borsani wurden aus dem Lager geholt, um in der modernistischen Wohnung im Zentrum der Stadt ein neues Zuhause zu finden. «Das Gebäude stammt aus dem Jahr 1958 und wurde vom Torre Velasca inspiriert», weiss Totti. Der Wolkenkratzer, gebaut in den 1950er-Jahren in der Mailänder Innenstadt, wurde vom Architekturbüro BBPR entworfen.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 04-24 der Wohnrevue.


 

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