Unter einem Dach

Das altehrwürdige Hauptgebäude der Basler Kaserne in ein vielseitiges Kultur- und Kreativzentrum mit integriertem Coworking-Space verwandeln: Dieser Aufgabe nahmen sich Focketyn del Río Studio für die Architektur und Studio Banana für die Innenarchitektur an. Nach achtjährigem Transformationsprozess haben das Verweilen, Veranstalten und individuelle Arbeiten im K Haus Einzug gehalten.

Bild: Daisuke Hirabayashi

Der Kasernenkomplex mitten in der Stadt Basel wurde vor 150 Jahren als ein in sich geschlossenes Areal errichtet, zu dem die Öffentlichkeit keinen Zugang hatte. Erst mit der Standortschliessung im Jahr 1966 wurde das Gebiet als soziales und kulturelles Zentrum in die Stadt integriert. Heute bietet das sogenannte Kasernenareal mehrere kulturelle Einrichtungen, Veranstaltungsräume und Restaurants. Davon ausgeschlossen war bis vor einem Jahr der am äussersten Ende des Geländes liegende und den Zugang zum Rhein versperrende Kasernenhauptbau. 2013 schrieb die Stadt Basel einen internationalen Wettbewerb aus zur Erneuerung des 9000 Quadratmeter grossen Gebäudes. Hans Focketyn und Miquel del Río von Focketyn del Río Studio überzeugten mit ihrem Entwurf und gingen als Sieger aus dem Wettbewerb hervor.
Seit der Eröffnung des K Hauses im April 2022 ist die Rheinpromenade neu über drei Durchbrüche mit dem Kasernenareal verbunden. Daraus resultiert ein weitläufiger, überdachter öffentlicher Platz – von den Designern als Plaza benannt.

Vielseitiges Interieur
Das vom Studio Banana konzipierte Innere des Gebäudes bietet auf vier Stockwerken Platz für vielfältige Veranstaltungen, kulturelle Events, Symposien, Workshops sowie einen Coworking-Space. Das Konzept des geteilten Arbeitsbereiches setzt auf individuelle Flexibilität. So können einzelne Arbeitsplätze oder ganze Büroräume für einzelne Wochentage oder die ganze Woche gemietet werden. Die gemeinsame Nutzung der Räumlichkeiten gliedert sich in informelle Austausch-, Netzwerk- und Pausenräume und formellere Bereiche für Besprechungen, Workshops und das konzentrierte Arbeiten.

Bild: Daisuke Hirabayashi

Insbesondere in den Coworking-Bereichen des K Hauses setzte Studio Banana auf ein nachhaltiges Re-Use-Konzept. Die Räumlichkeiten wurden mit unterschiedlichen Second-Cycle-Produkten und Möbeln ausgestattet. Dafür entwickelte das Studio ein dichtes Beschaffungsnetzwerk in der Region. Dazu gehörten grosse Unternehmen, lokale Geschäfte und auch private Online-Anbieter. Ein zusätzliches Upcycling-Netzwerk kümmerte sich um das Ersetzen von fehlenden Teilen, beschädigten Stücken und das Reparieren und richtige Wiederverwenden von einzelnen Elementen. Dafür wurde mit lokalen gemeinnützigen Vereinen zusammengearbeitet.

Bild: Daisuke Hirabayashi

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 08-23 der Wohnrevue.

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