Sinnliches Refugium

Wenn ein Grossteil der Einrichtung von guten Freunden stammt, dann fühlt es sich an, als habe man sie jeden Tag zu Besuch, sagt Emil Nissen. Er hat sich in einem antiken Apartment im hippen Kopenhagener Viertel Vesterbro ein persönliches Refugium geschaffen. Im Gespräch erzählt er von Licht, Linien und seiner Liebe zu massgefertigtem Designmobiliar, zeitgenössischer Kunst und erlesenen Düften.

Bild: Christoffer Regild

Emil Nissen, wann und warum sind Sie gerade hierhergezogen?
Ich liebe diese Gegend zwischen den beiden Stadtteilen Vesterbro und Frederiksberg. Eingezogen bin ich erst kürzlich – nach sieben Monaten intensiver Renovationsarbeiten.

Was wurde in der Dachwohnung verändert?
So ziemlich alles! Die Handwerker von Bois Copenhagen haben die Wohnung bis auf das Gebälk ausgehöhlt. Von da aus wurde dann wieder aufgebaut. Es war mein erster Umbau in diesem Ausmass und ich hatte grossen Spass daran, bis ins kleinste Detail involviert zu sein.

Bild: Christoffer Regild

Woher stammt die Inspiration für die Ausstattung?
Von überall her. Ich halte stets Ausschau, spüre jeden Raum, in dem ich mich aufhalte. Ästhetik ist mir sehr wichtig: Licht, Düfte und Materialien – alles hat einen Einfluss auf meine Stimmung. Ich mag es, alte Gebäude mit klassischer Einrichtung zu besuchen; man spürt die Vergangenheit. Mir ist jedoch die Gegenwart am nächsten. So lebe ich nur mit zeitgenössischer Kunst und Design. Womit wir uns umgeben, beeinflusst, wie wir im Leben stehen.

Was war wichtig bei der Gestaltung der Räume?
Viele vergessen den Fluss von Farben und Licht bei der Raumgestaltung. Oberflächen und Beleuchtung sind jedoch genauso wichtig wie Möbel und Kunst. Von daher war für mich von Beginn weg klar, dass ich eine ruhige Grundstimmung der Räume anstrebe, deshalb habe ich natürliche Materialien eingesetzt. Die Farbe, ein heller Kalkton, wurde eigens für mich entwickelt. Die Oberfläche verändert sich während des Tages – je nachdem, wie das Licht durch die insgesamt 19 Fenster von Velux durch die Dachschräge fällt.

Bild: Christoffer Regild

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 12-22 / 01-23 der Wohnrevue.

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