Glanz und Glitter

Es funkelt, schillert und glitzert: Die Wohnung von Martina Castoldi ist die reinste Wunderkammer. Angesiedelt in einem Gebäude aus den 1940er-Jahren, bot das Apartment in der Mailänder Innenstadt die idealen Bedingungen, um mit dem Architekten Piergiorgio Fasoli ihren Traum eines üppigen Heims umzusetzen.

Bild: Paolo Bramati

Bereits bei der Suche nach einer passenden Wohnung konnte die Beraterin auf die Unterstützung des Architekten zählen. Gemeinsam besichtigten sie verschiedenste Häuser und Wohnungen. Dabei war für beide von Anfang an klar: Die Loge muss durch eine auffallende Persönlichkeit bestechen, genauso wie deren zukünftige Besitzerin. Die ideale Wohnung fanden sie im Viertel Porta Venezia, einem lebendigen und jungen Mailänder Stadtteil. Im Hochparterre gelegen und ursprünglich als Büro genutzt, definierte Fasoli die Räume neu. Das Herzstück ist heute das Eckwohnzimmer mit integrierter Küche und Bartresen sowie Essbereich. Dazu gesellen sich ein Schlafzimmer mit Bad sowie ein Arbeitszimmer. Die zentrale Verbindung ist der grosszügige Korridor.

Bild: Paolo Bramati

«Ich mag es, mich von Gebäuden oder der Umgebung, in der sie gebaut wurden, inspirieren zu lassen», erläutert der Architekt seine Vorgehensweise. So übernahm er bei diesem Objekt Details der öffentlichen Bereiche sowie der Fassade des Gebäudes. Auf diese Weise entstanden die nach palladianischem Vorbild gestalteten Türzargen oder die Türgriffe. «Diese Elemente sind eine Reminiszenz an die Epoche, in der das Haus gebaut wurde», so der Architekt.

Ein perfektes Abbild
In der Zusammenarbeit ergab sich alles ganz natürlich. «Martina hatte sehr klare Vorstellungen. Dies hat mir die Arbeit leicht gemacht», erzählt Fasoli. Zudem herrschte eine grosse Übereinstimmung zwischen Bauherrin und Architekt. Gemeinsam wählten sie die Farben, Materialien, Polsterungen und Wandverkleidungen aus, welche die verschiedenen Räume charakterisieren.

Bild: Paolo Bramati

Zudem definierten sie passende Möbel und Lampen. Diese Objekte stammen aus verschiedensten Epochen und Kontexten: Darunter sind Urgrossmutters Sideboard, zeitgenössische Möbel, Kunst- und Philosophiebücher sowie buntes Porzellan vom Flohmarkt zu finden. Das Ganze fügt sich damit zu einem fröhlichen, üppigen und stimmungsvollen Ensemble. Vervollständigt wird die durch Fransen, Spiegelflächen, Lackierungen und exotische Muster geprägte Einrichtung durch zahlreiche Kunstwerke. Diese liegen Castoldi, die über einen Master in zeitgenössischer Kunst verfügt, besonders am Herzen. Sie meint lachend dazu: «Meine Wohnung nimmt sich selbst nicht ganz ernst. Von daher ist es ein perfektes Abbild meiner Selbst.»

 

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