Blattgold trifft auf Ziegenhaut

Ein Paar hat sich in einem Haus der Jahrhundertwende am Zürcher Limmatquai ein Pied-à-terre gestalten lassen. Das Einrichtungshaus Roomdresser realisierte für sie eine barocke Dépendance.

Bild: Véronique Hoegger

Eine Immobilien-Sanierung stand an. Und damit eine optimale Gelegenheit, die Wohnung umzubauen, die auf einer Etage besagter Liegenschaft angesiedelt ist. So liess sich das Unternehmerpaar, das in Zürich in vierter Generation zwei Geschäfte an besten Adressen betreibt, ihr Apart­ment zu einem kleinen Schmuckstück umgestalten. Dabei griffen sie auf die Dienstleistungen von Doris Ambühl und Martin Piffer von Roomdresser Zürich zurück, die ihnen bereits ihr Haus am See eingerichtet hatten.

Bild: Véronique Hoegger

Der entstandene Stadtwohnsitz ist zu einem prachtvollen Bijou geworden. Alle Zimmer sind flussseitig angeordnet und miteinander verbunden. Dadurch entsteht trotz der verhältnismässig kleinen Räume ein Gefühl von Grosszügigkeit, welches durch die hohen Fenster noch verstärkt wird.

Bild: Véronique Hoegger

Die Zusammenarbeit zwischen Auftraggeber und Inneneinrichter gestaltete sich sehr unkompliziert. «Da wir ihre Bedürfnisse aus dem vorhergehenden Projekt bereits kannten und sie sehr klare Vorstellungen hatten, lief der Prozess wie von alleine», erzählt Ambühl. So gab es zum ersten Entwurf nur wenige Abweichungen. Eine wichtige Bedingung für die Auftraggeber war, die eher kleinen Räume grosszügig zu möblieren, um ein Gefühl von Enge zu vermeiden. Zudem sollte es hell, farbig, freundlich und wohnlich sein. So konnten die Einrichterin und der Einrichter aufs Ganze gehen und aus dem Vollen schöpfen. «Die Kunden lieben einen extravaganten Stil. Das war paradiesisch für uns», freut sich Ambühl.
Entsprechend weist die elegante Wohnung zahlreiche exquisite, ausgewählte Materialien auf. Das Einrichtungsduo setzte etwa ein mit Ziegenhaut bezogenes Sideboard, eine Blattgold-Tapete der italienischen Tapetenmanufaktur Misha Milano oder ein Seidenteppich des chinesischen Teppichherstellers Tai Ping ein. Neben neu erworbenen Möbeln galt es, auch einen restaurierten Esstisch mit dazu passenden Stühlen, einen Geschirrschrank sowie antike Uhren zu integrieren. Zudem entwarf Roomdresser das opulente Kopfteil des Bettes, in samtweichem Cord-Velours mit einem Keder aus weissem Leder.

Bild: Véronique Hoegger

Das Resultat ist ein stimmiges Gesamtkonzept, das sich durch alle Räume zieht. Beruhigende Blautöne in verschiedenen Nuancen, kombiniert mit Ecru und Weiss herrschen im Schlafzimmer vor, das Wohnzimmer ist in ein helles, warmes Vanille getaucht, ergänzt mit einem sandfarbenen Seidenteppich, einem weissen Sideboard und einem cremefarbenen Sofa. Für Akzente sorgen das gelbe Seidenkissen sowie die violettfarbenen Sessel. In der Küche dominieren die Wärme des Holzes des restaurierten Tisches und der Thonetstühle. Eine Leuchte von Servomuto sorgt für eine zeitgemässe Interpretation des Stuhl-Geflechts.

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