Wort: Paula Mühlena / Bild: Nicolas Polli
Eine Komposition, ein Ensemble, ein Konglomerat des super Normalen – eine Steilvorlage für einen Neologismus: ein Konglonormal.
Für diese visuelle Umsetzung des Themas baten wir den Fotografen und Grafikdesigner Nicolas Polli, die uns alltäglich umgebende Objektwelt gebündelt festzuhalten. Wobei das Gebündelte eine Spezialität des Westschweizers ist, auf die wir in unserem Auftrag bezogen. Mit seinen Mixturen rahmt Polli immer wieder Gegenstände fotografisch – darunter auch Früchte, Brote oder Süssigkeiten – in gar fantastischen Arrangements. So etwa auch für das New York Magazine, die NZZ oder die Zeit.
Das Fotografieren selbst ist dabei nur ein Schritt, dem viele vorausgehen. In Feinstarbeit –
wie man auf Pollis Instagram-Account sporadisch verfolgen kann – platziert er Requisiten zu einem Gesamtkunstwerk. Damit jedes Element an Ort und Stelle verweilt, spannt er zarte Fäden, positioniert kaum sichtbare Platzhalter oder montiert winzige Stücke Klebeband.
So tritt im Bild die Giesskanne, kunstvoll drapiert, in der Bühnenmitte auf – oder steht der Bleistift gefährlich asymmetrisch und doch perfekt geneigt auf einem ebenso instabil fixierten Glas. Ist das Foto geschossen, folgt die Nachbearbeitung: minutiöse Retusche.
Et voilà – das Konglonormal est là.
@nicolaspolli, ciaopress.com
