Das Gestern im Heute

 

Wort: Benedetta Rossi / Redaktion: Bernadette Bissig / Bild: Helenio Barbetta
Anlässlich der Milano Design Week erhielten wir Einblick in die Wohnung des Architekten und Designers Luigi Morandi und seiner Familie. Zusammen mit seiner Studiopartnerin, der Interior-Designerin Alice Frana, schuf er aus einem klassischen Mailänder Appartamento von anno dazumal ein lichtdurchflutetes, zeitgemässes Zuhause. Die Wohnung besticht mit formaler Reduktion sowie mit einem subtilen Farbkonzept.

Minimalistisch und feinfühlig, diese beiden Attribute sind bezeichnend für den Ansatz des Architektur- und Designstudios Concepta. Diese Herangehensweise zeigt sich auch bei der Renovation der grosszügigen Mailänder Wohnung von Inhaber Luigi Morandi und seiner Familie. Auffallend ist dabei die formale Reduktion, die durch einen ausgefeilten und subtilen Umgang mit Farben sowie durch spielerische Akzente ergänzt wird. Wir haben uns mit den Studiocompagnons Alice Frana und Luigi Morandi unterhalten.


Wie sind Sie bei der Planung vorgegangen?

Luigi Morandi: Wir versuchten, die Vielfalt und den Facettenreichtum der ursprünglichen Wohnung zu interpretieren. Wir verfolgen in all unseren Projekten einen künstlerischen Ansatz, der die Identität stärkt. Es ist uns ein Anliegen, das Vorhandene aufzuwerten und ins Neue zu integrieren.


Luigi Morandi, Sie hatten das Glück, die Wohnung Ihrer Grossmutter übernehmen zu können. Welche Eingriffe haben Sie am Grundriss vorgenommen?
Die Wohnung meiner Nonna verfügt über den typischen grossen, zentralen Eingangsbereich – ein Esszimmer, ein Wohnzimmer und klar abgegrenzte Räume. Den weitläufigen Eingang haben wir mit dem Wohn- und Esszimmer verbunden, indem wir die Trennwände entfernten. Die Küche integrierten wir ebenfalls in diesen Lebensmittelpunkt. Die originalen Böden, die aufgrund der veränderten Raumaufteilung zu «Teppichen» wurden, haben wir bewusst in die Gestaltung integriert. In der Eingangshalle hingegen entfernten wir die Böden und passten diese der neuen Geometrie des Grundrisses an.

Den gesamten Artikel lesen Sie in der Ausgabe 06-24 der Wohnrevue.


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