Frischer Wind aus dem hohen Norden

Carl Hansen

Frischer Wind aus dem hohen Norden

Möbelmesse Stockholm

Die Stockholm Furniture  &  Light Fair, die im Februar zum 70. Mal über die Bühne ging, hat sich längst vom Geheimtipp zum Must für Freunde des nordischen Designs gemausert. Erfahren Sie, was wir auf ­unserem entspannten Messebesuch ­entdeckt und wen wir getroffen haben.

Carl Hansen
An einem Namen kam man an der Möbelmesse in Stockholm nicht vorbei: an Børge Mogensen (1914–1972). Der dänische Gestalter war durch und durch Funktionalist und hat das skandinavische Design nachhaltig geprägt. Nun hat Carl Hansen einen seiner Entwürfe aus dem Jahr 1971 neu lanciert. Es ist eine klappbare Bank für den Aussenbereich, die Mogensen formal den schnörkellosen Shaker-Möbeln nachempfunden hat. Zur neuen Kollektion, deren Stücke aus FSC-zertifiziertem Teakholz bestehen, gehören weiter ein Tisch sowie ein Deckchair. Das Set wurde gemäss dem Originaldesign nachgebaut, allerdings wurde die Höhe von Tisch und Bank an die heute durchschnittliche Körpergrösse angepasst.
carlhansen.dk

Sculptor's Residence

Sculptor's Residence
Das Nosh and Chow Townhouse ist eine Architekturperle mitten in Stockholm. Das historische Gebäude aus dem 19. Jahrhundert beherbergt ein Restaurant, mehrere Bars und Räumlichkeiten für Events, zum Beispiel Sculptor’s Residence. Die temporäre Installation ist ein Gemeinschaftsprojekt von den dänischen Brands Menu und Dux und fand während der Stockholm Design Week vom 9. bis zum 13. Februar statt. Das gestalterische Konzept stammt vom Kopenhagener Büro Norm Architects, das bereits ein ähnliches Projekt für Menu und Dux, The Audo, in Kopenhagen umgesetzt hat. Inspiration für ihre temporäre Installation in Stockholm fanden die Designer in der Kunstgeschichte. «Die fast theatralische Inszenierung von Objekten ist eine Hommage an die Ateliers grosser Künstler – vom Pariser Versteck Picassos bis zu Cézannes unberührtem Atelier in Aix-en-Provence», sagt Jonas Bjerre-Poulsen von Norm Architects. So erinnern die schönen alten Räume dank Papierrollen, Leinwänden, Malerutensilien und Skulpturen an ein Atelier – ein sehr stilvoll eingerichtetes allerdings. Die Möblierung von Menu und Dux wurde mit Skulpturen des britischen Bildhauers Nicholas Shurey, Keramikobjekten von Sofia Tufvasson und Marmorpodesten von Östersjösten ergänzt. Untermalt wurde das Ambiente schliesslich von Klangkörpern des dänischen Labels  Bang & Olufsen.
thesculptorsresidence.commenuspace.com, dux.se, bang-olufsen.com

Wort
Katrin Ambühl

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