«Kein Stein ist wie der andere»

«Kein Stein ist wie der andere»

Fachinterview

Jürg Depierraz ist Präsident der Arbeits­gemeinschaft Pro Naturstein und Geschäftsführer des Naturstein-Verbandes Schweiz (NVS). Mit ihm haben wir uns über Trends, Schweizer Steinbrüche und Nachhaltigkeit unterhalten.

Herr Depierraz, was ist die Aufgabe von Pro Naturstein?
Die Arbeitsgemeinschaft versteht sich als Marketingorganisation für die gesamte Natursteinwirtschaft und propagiert als solche nicht etwa einseitig nur Schweizer Natursteine. Mehrere Verbände und namhafte Unternehmen aus der Branche bilden ihre Trägerschaft. 

Wie hat sich die Nachfrage nach Naturstein in den letzten Jahrzehnten verändert?
Verlässliche Statistiken dazu gibt es leider nicht. Immerhin lässt sich generell festhalten, dass die Naturstein-Nachfrage in den vergangenen Jahrzehnten deutlich zugenommen hat. Einen nicht ganz unwesentlichen Beitrag dazu dürfte auch Pro Naturstein geleistet haben – auch wenn sich das selbstverständlich nicht genauer beziffern lässt. Dank der zielgerichteten Öffentlichkeitsarbeit war Naturstein in den Medien verstärkt präsent und konnte bei Architekten und Bauherrschaften als moderner und ökologischer Baustoff positioniert werden. Bis ins letzte Viertel des 20. Jahrhunderts hatte Naturstein nämlich ein eher konservatives, nicht besonders zeitgemässes Image. Heute gilt Naturstein als cool und fasziniert immer mehr auch eine junge Generation von Architekten und Endkunden. 

Wie hat der Siegeszug für den Einsatz von Naturstein im Privatbereich begonnen?
Bald nach der Gründung von Pro Naturstein, also in den 80er-Jahren, setzte ein eigentlicher Naturstein-Boom vor allem im Küchenbau ein. Die Schweiz war weltweit das erste Land, in dem Küchenarbeitsplatten aus Granit und anderen Natursteinen in grossem Stil produziert und eingebaut wurden. Nach dem Boom in der Küche folgte ein paar Jahre später ein solcher im Badezimmer mit steinernen Lavabos, Duschtassen, Wannenverkleidungen und Bodenbelägen. Fast gleichzeitig entwickelte sich der Privat­garten zum inzwischen vielleicht wichtigsten Einsatzgebiet. Hier sind dem Naturstein praktisch keine Grenzen mehr gesetzt. Terrassen­beläge, Swimming­pool-Einfassungen, Cheminées, Sitzplätze, Gehwege, Brunnen und noch vieles ­andere mehr aus Naturstein finden sich heute in sehr vielen Privatgärten.

pronaturstein.ch

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