Jan Kath

Illustration: Helena Zingarella

Jan Kath

Jan Kath Design

Der heute 47-jährige Jan Kath übernahm mit 24 Jahren in Kathmandu, Nepal, eine Teppich­manufaktur. Unterdessen beschäftigt er rund 2000 Mitarbeiter. Die Produktion hat sich in den vergangenen 24 Jahren massiv vergröss­ert – ­seine hochwertigen Teppiche werden ­mittlerweile auch in Indien, Thailand und Marokko gefertigt.

Jan Kath, Sie stammen aus einer Bochumer Teppichhändlerfamilie. Nennen Sie uns drei Lieblingsfirmen aus der Einrichtungsbranche.
Ich bin ein grosser Fan von E15: Für mein erstes Fotoshooting vor ca. 20 Jahren fragte ich den E15-Mitbegründer Philipp Mainzer an, ob er mir dafür Möbel ausleihen würde. Obwohl ich noch ein unbekannter Jungspund war, sagte er zu. Noch heute arbeiten wir viel zusammen. Eine andere spannende Firma ist Walter Knoll. Das hat mit der hohen Qualität ihrer Produkte zu tun – zudem arbeite ich sehr gerne mit Helmut Schäufele zusammen: Er zeichnet für die Teppichkollektion verantwortlich, die ich für Walter Knoll produziere. Eine weitere Firma, die ich mag, ist Schönbuch – ihre Produkte sind grossartig, ebenso die Menschen hinter der Marke.

Ist Ihr Zuhause ein Sammlerparadies oder ein Minimalistentempel?
Ich bin gerade daran, mir einen Minimalistentempel in Thailand zu bauen. (lacht) Jedoch mitten im Dschungel – so wird der formale Minimalismus von der wuchernden Natur rund herum kontrastiert. Die Architektur des Gebäudes besticht übrigens mit viel Beton, Holz und vereinzelt mit Stahl. Der Baubeginn ist im kommenden Januar – ich freue mich sehr darauf, zusammen mit meiner Frau Nairat dort einzuziehen.

Sind Sie ein Smarthome-Freak oder ein Lowtech-Fan?
Mein Jahrgang ist 1972. Ich wuchs ohne Smartphone und Computer auf. Um ehrlich zu sein, die Umstellung von analog auf digital war nicht ganz einfach für mich. Und obwohl mein Herz für Lowtech schlägt, nutze ich mein Smartphone ständig: Während wir sprechen, befinde ich mich in Thailand – ohne Smartphone wäre es nicht so einfach und vor allem sehr viel teurer, dieses Gespräch zu führen.

Mit welchem Designer würden Sie am liebsten einen Tag verbringen?
Mein grösster Traum wäre gewesen, mit Karl Lagerfeld zusammenzuarbeiten. Ich bin ein grosser Fan der Marke Chanel und bewundere Lagerfeld dafür, wie er die ursprünglich verstaubte Marke zu einem der erfolgreichsten Modebrands unserer Zeit weiterentwickelte. Zudem habe ich auch seine Arbeit für Fendi beobachtet: Seine kreative Schaffenskraft und seine Disziplin waren einzigartig. Wenn ich es mir recht überlege, hätte ich zudem Lust darauf, mit Vivienne Westwood zu kooperieren. Mir imponiert ihre Unerschrockenheit und ihr leidenschaftliches Engagement für die Umwelt.
jan-kath.de

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