«Wenn aus Möbeln ein Zuhause wird»

Wort: Paula Mühlena / Bild: Ruben Hollinger
Ivo Meyer verantwortet gemeinsam mit Nicole Räber die Geschäftsleitung des Unternehmens und leitet den Bereich Verkauf. Zusammen mit seinem Team berät, plant und verkauft er individuelle Wohnkonzepte. Ein Gespräch.

Italienischer Sitzkomfort: Alain Baur, Urs Brandenburg, Ivo Meyer und Alain Escher (v. l.) haben auf einem Minotti-Sofa des Typs «Yves» von Hannes Peer Platz genommen.

Ivo Meyer, zusammen mit Ihrem Team – darunter Alain Baur, Urs Brandenburg und Alain Escher – beraten, planen und verkaufen Sie Wohnkonzepte. Können Sie vier eine gemeinsame Leidenschaft für Ihren Beruf ausmachen?
Ja, absolut, was uns alle verbindet, ist ganz klar die gemeinsame Freude am Einrichten. Diese Leidenschaft treibt uns an, jeden Tag das Beste für unsere Kundinnen und Kunden herauszuholen. Wir alle im Team teilen den Anspruch, nicht einfach nur Möbel zu verkaufen, sondern individuelle Wohnkonzepte zu gestalten, die wirklich zum Menschen passen.

Sie führen viele international renommierte Möbelmarken. Nun sitzen Sie auf einem Minotti-Sofa des Typs «Yves» von Hannes Peer. Warum fiel die Wahl auf dieses italienische Stück?
Minotti begeistert uns immer wieder – die Marke steht für Qualität, klare Formen und ein feines Gespür für Materialien. Das merkt man sofort, etwa beim Modell «Yves»: Es verbindet Eleganz mit organischen Linien und wirkt weich und einladend, ohne überladen zu sein. Dass wir uns deshalb heute ausgerechnet auf diesem Sofa treffen, ist kein Zufall – wir wollten zeigen, wie sehr wir hinter dem Produkt stehen. Es ist ein echtes Highlight in unserer Ausstellung und zeigt, was möglich ist, wenn Design und Komfort auf höchstem Niveau zusammenfinden.

Wie beginnen bei Ihnen die massgeschneiderten Einrichtungskonzepte und wie verläuft der Prozess von dort an?
Ein massgeschneidertes Einrichtungskonzept beginnt bei uns nicht einfach mit einem Grund-riss, sondern mit dem Menschen dahinter. Uns interessiert zuerst: Wie lebt die Person? Was bevorzugt sie? Welche Atmosphäre soll der Raum ausstrahlen? Deshalb steht am Anfang immer das persönliche Gespräch. Wir hören zu, fragen nach dem Wohnstil, nach Lieblingsfarben, nach Bedürfnissen im Alltag. Erst wenn wir ein gutes Bild davon haben, beginnen wir mit der Planung anhand des Grundrisses. Dann erstellen wir eine fotorealistische virtuelle Einrichtung, die den Raum und das Gefühl darin erlebbar macht. Viele Kundinnen und Kunden merken dabei: Das passt zu mir. Genau dieser Moment ist für uns das Ziel. Wenn aus Möbeln ein Zuhause wird!

Arbeiten Sie als Team eng zusammen und beraten sich gegenseitig – oder verfolgt jeder von Ihnen eher eigene Projekte?
Wir sehen uns alle als Teamplayer. Wir tauschen uns regelmässig aus und besprechen Projekte auch im Team. Gerade wenn man bei einem Konzept nicht weiterkommt, hilft ein anderer Blickwinkel oft enorm. Gemeinsam finden wir schneller eine Lösung – und zwar eine, auf die wir alleine nicht gekommen wären.

Gehen Sie in Ihren eigenen vier Wänden mit der gleichen gestalterischen Akribie vor?
Wir alle kommen aus Ausbildungen, in denen Genauigkeit und ein hoher Anspruch an die eigene Arbeit selbstverständlich waren. Das hat unseren Blick geprägt und diese Haltung nehmen wir auch mit nach Hause. Natürlich können wir nicht tagtäglich in einem stilvollen Möbelhaus arbeiten und unser eigenes Zuhause dabei vernachlässigen. Auch in den eigenen vier Wänden legen wir grossen Wert auf eine stimmige Einrichtung. Nicht aus Zwang, sondern weil es uns einfach Freude macht, schöne Räume zu gestalten, die zu uns passen.

wohncenter-raeber.ch


 

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