«Form und Funktion sind eng miteinander verbunden»

Ruben Hollinger

Anna Berg, Skandinavisches Design ist seit einigen Jahren hoch im Kurs. Sie haben das Fachgeschäft Holmº 2005 gegründet. Wie kam Design aus dem Norden damals in der Schweiz an?
Man konnte vor 17 Jahren in der Schweiz praktisch kein Nordisches Design finden. Mit Müh und Not stiess man auf den «Y Chair» von Carl Hansen & Son. Die reiche Designgeschichte und die beinahe unerschöpfliche Menge an gutem Design war hier noch kein Begriff. Ausser bei Insidern wie Architekten, Designschaffenden und Werbeleuten, die seit der ersten Stunde zu unseren Kunden gehörten. Ebenfalls zugute kam uns die Internationalität Zürichs. Erst in den letzten zehn Jahren ist Skandinavisches Design hier so richtig angekommen.

Was macht Skandinavisches Design aus?
Form und Funktion sind eng miteinander verbunden. Funktionalität ist zentral – den nordischen Designschaffenden war und ist der menschliche Körper und darauf abgestimmte ergonomische Produkte ein grosses Anliegen. Gleichzeitig gilt es, ein Möbelstück zu produzieren, das auch höchsten ästhetischen Anforderungen genügt. So ist die Idee von Wohlbefinden ein integraler Bestandteil des skandinavischen Lebensstils. Im Vergleich zum intellektuellen Ansatz der Bauhausbewegung ist skandinavischer Stil sensuell. Das Wort «hygge», das für Gemütlichkeit steht, bringt dieses Gefühl sehr gut auf den Punkt. Es ist mit Skandinavien eng verbunden; es ist geradezu intrinsisch. Man hat es einfach sehr gerne gemütlich. In der Schweiz hingegen ist das Wort gemütlich oft negativ konnotiert und hat im Zusammenhang mit Design meist nichts verloren.

Haben sich Ihre Beratungs­dienstleistungen im Verlauf der Jahre verändert?
Nein, denn wir haben keinen Signature Stil. Wir passen unsere Beratungen auf die Bedürfnisse der Kunden an. Damit wir ganz individuell auf unsere Kundschaft eingehen können, stellen wir zu Beginn Fragen über Fragen. Denn es ist uns ein Anliegen, dass sie sich in ihren Wohnungen wohl und glücklich fühlen. So unterscheiden sich unsere Projekte auch sehr stark voneinander. Da kann eines dabei sein, das sich am bunten Partystil der 1960er-Jahre orientiert, ein anderes, das auf elegante Linien setzt. Beide Stile jedoch sind zeitlos.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 07-22 der Wohnrevue. Hier bestellen.

holmsweetholm.com

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