Zu Hause im Dschungel

Zu Hause im Dschungel

Porträt Miriam Schmid

Miriam Schmid hat das Trendthema Urban Jungle zu ihrer grossen Leidenschaft gemacht. Wie ihr Alltag mit mehreren Hundert Pflanzen aussieht und was es mit ihrer riesigen Instagram-Community auf sich hat, verriet sie uns bei ­einem Treffen in ihrem ­privaten Dschungel.

In einem kleinen Quartier in Buchrain führt ein schmaler Weg zwischen Einfamilienhäusern zu Miriam Schmids Haus. Lächelnd, von Kopf bis Fuss schwarz gekleidet, öffnet sie uns die Tür zu ihrem «Urban Jungle». Sofort nimmt man den Geruch von Erde und Pflanzen sowie die Luftfeuchtigkeit wahr. Am Korridorende grüsst die grüne Wucht mit einem weissen Schild: Welcome to the Jungle.

Ein zeitintensives Hobby
«Es ist schwierig, zu sagen, wie meine Liebe zu Pflanzen angefangen hat», beginnt Miriam. Ein Grund sei bestimmt ihr neues Haus gewesen: Vor zwei Jahren zog sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter vom Luzerner Stadtzentrum nach Buchrain. Hier hatte sie zum ersten Mal einen Garten und begann, das Thema Grün zu entdecken. Gleichzeitig suchte die Luzernerin auf der Social-Media-Plattform Instagram nach Inspiration für die Inneneinrichtung. «Ich entdeckte sehr schön bepflanzte Wohnräume. Genau das, was bei mir noch fehlte», erzählt Miriam. Also kaufte sie sich zuerst eine, dann immer mehr Pflanzen und begann, die Evolution ihres Interieurs auch auf Instagram zu teilen. Ein weiterer Auslöser für ihre Pflanzenleidenschaft sei auch ihr Arbeitsort – dieser befindet sich nämlich im selben Haus wie die Blumenbörse Luzern. «Ich kam fast täglich mit einem neuen Stück nach Hause und wurde zur Sammlerin», sagt sie schmunzelnd. So habe sich das immer mehr angehäuft. Auf die Frage, wie viel Zeit sie denn in ihre Pflanzen investiere, antwortet ­Miriam­ auf Anhieb: «Sehr viel!» Giessen muss sie – zum Glück – nur einmal pro Woche, was anderthalb Stunden in Anspruch nimmt. Hierfür bereitet sie kalkfreies Wasser auf oder sammelt Regenwasser – ganze 40 l pro Woche. Um ihre Pflanzen kümmert sie sich aber täglich: «Andere schauen abends TV, ich schaue halt nach meinen Pflanzen», sagt die 40-Jährige. 

Mehr als 250 Mitbewohner
Unter dem Ärmel ihres schwarzen Kleides blitzt immer wieder ihr Tattoo hervor: das Blatt einer Monstera – ihre Lieblingsgattung, die auch eine spezielle Bedeutung für sie hat. Miriam schaut liebevoll zu ihrer riesigen Monstera hinüber: «Es ist eine starke Pflanze, die viel verträgt.» Jedes Mal, wenn sie über ihre Pflanzen spricht, leuchten ihre Augen. Wie viele Pflanzen denn bei ihr zu Hause stehen? «Bei 250 habe ich aufgehört zu zählen», gibt sie zu. Sie stehen im Wohnzimmer, in der Küche, im Bad, im Schlafzimmer. Nur das Kinderzimmer der vierjährigen Ava ist noch pflanzenfrei. Sie versteht sich mit den Pflanzen übrigens sehr gut, erzählt Miriam: «Ich habe ihr von Anfang an erklärt, dass es Lebewesen sind, mit denen man sorgfältig umgehen muss.»

Den ganzen Bericht lesen Sie in der Aprilausgabe der Wohnrevue. Hier bestellen.

Über Miriam Schmid
Sie hat einen 20-jährigen Sohn und eine 4-jährige Tochter. ­Gemeinsam mit Letzterer und ihrem Mann lebt sie in einem zweistöckigen Einfamilienhaus in Buchrain LU. Sie arbeitet als Onlineshopmanagerin für einen Grosshändler im Bereich Dekoration und Einrichtung. Ihre Pflanzensammlung umfasst über 250 Exemplare, darunter Sukkulenten, Kakteen und tropische Gewächse. Auf Instagram teilt die Luzernerin Tipps und Tricks rund um Pflanzen.
instagram.com/meeschmid_plantlady

Wort
Nuria Peón

Bild
Valentina Verdesca