Prämierte Überflieger

Im Zweijahresrhythmus prämiert der Design Preis Schweiz ­Projekte aus wirtschafts­relevanten Designdisziplinen. Die dies­jährige Preisverleihung fand am 1. November in Langenthal statt. Alle 13 Gewinner der ­Edition 2019/20 haben eines gemeinsam: Ihre Projekte gehen durch die Decke!
Cosmos
Atelier Poisson
Gewinner Kategorie «Spatial Design»

2018 schlossen sich im Palais de Rumine in Lausanne zum ersten Mal die dort ansässigen Museen – Zoologie, Geologie, Archäologie und Geschichte – sowie das Münzkabinett für eine gemeinsame Ausstellung zusammen. Für die Entwicklung des Projekts «Cosmos» wurde das Atelier Poisson beauftragt. Das Grafikstudio erarbeitete dafür zwölf Themenblöcke, in denen Objekte aus allen Sammlungsbereichen gezeigt wurden. Die überraschenden Kombinationen sowie die unkonventionelle Präsentationsart überzeugten nicht nur das Publikum, sondern auch die Jury.
atelierpoisson.ch

Bananatex
Qwstion
Gewinner Kategorie «Textile Design»

Das Zürcher Label Qwstion feierte letztes Jahr sein zehnjähriges Bestehen! 2008 wurde es von fünf Freunden gegründet, die eine Vision teilten: Sie wollten Taschen kreieren, die in jeder Lebenslage funktionieren und zu jedem Anlass passen. Ein verspätetes, aber umso freudigeres Geburtstagsgeschenk ist die Auszeichnung des Design Preis Schweiz. Das Material «Bananatex» wird aus Bananenpflanzen, die im philippinischen Hochland biologisch angebaut werden, gewonnen. Drei Jahre lang dauerte die Entwicklungsarbeit, um das Material auf den Markt bringen zu können.
bananatex.info, qwstion.com
Caru Smart Sensor
Studio Porto: René Odermatt, Mario Rütimann, Kristian Marjanovic; Caru: Susanne Dröscher, Thomas Helbling
Gewinner Kategorie «Product Consumer Goods»

Eine Kreuzung von Babyfon, sprachgesteuertem Telefon und Notrufknopf – so könnte man «Caru Smart Sensor» vereinfacht beschreiben. Das intelligente Gadget sammelt Daten über Temperatur, Geräuschpegel, Luftqualität etc. und erfasst so das Normalverhalten des Benutzers. Sobald das Gerät Abweichungen feststellt, werden Vertrauenspersonen oder Dienstleister wie z. B. die Spitex benachrichtigt. Dank des minimalistischen Designs passt der Sensor gut in jedes Interieur. Sowohl der technische als auch der gestalterische Aspekt machten das Gerät zum Gewinner der Kategorie der Konsumgüter.
studioporto.ch, caruhome.com

After Work Studio
Karin Wüthrich und Matthias Fürst
Gewinner Kategorie «Fashion Design»

Die Modedesignerin Karin Wüthrich und der Grafikdesigner Matthias Fürst gründeten 2016 das Modelabel After Work Studio. Die Kollektionen kombinieren Sportlichkeit mit femininer Eleganz und spielen mit gewagten Dessins, ohne dabei den Fokus auf Langlebigkeit, Funktionalität und Ästhetik zu vergessen. Zu den zentralen Werten der Marke gehören auch faire Arbeits- und Produktionsbedingungen – in der Schweiz und im nahe liegenden Ausland – sowie nachhaltige Materialien. Gemäss den Nominatoren des Design Preis Schweiz gehört das junge Brand zu den «Hoffnungsträgern der Schweizer Modeszene» – eine starke Aussage, die sich mit der verdienten Auszeichnung verstärkt.
after-work-studio.com

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