Knackige Farbakzente

Knackige Farbakzente

Wohnreportage

Frühlingsgrün lockt an jeder Ecke: Blumen blühen am ­Strassenrand, Gräser spriessen im Garten, und Spargeln er­gänzen gefühlt jedes zweite Mittags­menü. Wie man auch zu Hause spielerisch grüne ­Akzente setzt, zeigen wir am Beispiel eines Zürcher Wohnhauses. Dessen Interieur haben wir zusammen mit ­Designerin Debora Biffi ein frühlings­haftes Facelifting verpasst.

Vorgeschichte
Rolf Gisler, Architekt aus Zürich und Mitinhaber von Bürohochform, baute 2006 auf seinem Grundstück in Wipkingen ein Zweifamilienhaus. Den einen Teil verkaufte er ab Plan, den anderen baute er für sich aus. Er umfasst vier Stockwerke: Im Untergeschoss befindet sich ein Atelier, im Erdgeschoss der Eingang, im 1. Obergeschoss zwei Schlafzimmer mit Bad und im 2. Obergeschoss Küche und Wohnzimmer. «Mir war wichtig, fliessende Räume zu gestalten. Wann immer möglich, liess ich Türen weg», erklärt Gisler. Verschiedene Fensterformen sorgen für eine spannende Lichtführung im Innenraum. Raumhohe Schiebetüren trennen Räume bei Bedarf ab oder verbergen z. B. einen begehbaren Kleiderschrank. Die Decken sind aus Sichtbeton, die Wände aus geschliffenem, gewachstem Gips. Der dunkle Boden aus Feinsteinzeugplatten zieht sich durch alle Räume vom Keller- bis ins zweite Obergeschoss. 2017 zog es Gisler in einen anderen Zürcher Stadtkreis, und er verkaufte seinen Hausteil an seinen Freund Fabio Dubler. Letzterer möblierte die markante Wohnoase mit hochwertigen Designklassikern und wohnte für über ein Jahr im Haus. «Geplant ist, dass mein Teil des Hauses noch dieses Jahr den Besitzer wechselt», erzählte er im Interview über sein neues Geschäft H100 und ergänzte: «Falls ihr eine Geschichte darüber machen wollt, nur zu.» 

Greencard
«Ihr könnt die Einrichtung verändern und mit Stücken aus dem Möbelhaus H100 ergänzen», bot uns Fabio an. Um der Wohnung einen speziellen Touch zu geben, holten wir Hilfe aus dem kreativen Umfeld der Wohnrevue-Redaktion. Zusammen mit Designerin Debora Biffi besichtigten wir das Wohnobjekt und erarbeiteten ein «Plant Based Interior Design», wie es die Zürcher Gestalterin süffisant nannte. «Wohnräume mit Pflanzen zu begrünen, ist naheliegend. Aber warum nicht frisches Gemüse in Vasen stellen und so natürliche Highlights setzen?», fragte sie sich.

Gesagt, getan. Die geplanten Gemüsesträusse und das bestehende Mobiliar wurden mit Designklassikern aus dem Möbelgeschäft H100 ergänzt. In einem weiteren Schritt fügte die Designerin farblich abgestimmte Textilien wie Bettüberwürfe, Kissen und Tagesdecken hinzu. Wohnaccessoires und Bücher in Grüntönen runden das Gesamtbild ab.

Den ganzen Bericht inklusive Einrichtungstipps lesen Sie in der Aprilausgabe der Wohnrevue. Hier bestellen.

Architektur & Möblierung
Für die Architektur zeichnet Büro­hoch­form verantwortlich. Die Möbel sind alle vom Möbelhaus H100.
buerohochform.ch, h100.ch

Wort
Benjamin Moser

Bild
Douglas Mandry