Herr der Stühle

Herr der Stühle

Ein Treffen mit Åke Axelsson und Moritz Schmid

Åke Axelsson braucht Säge und Schleifpapier wie Luft zum ­Leben. Auch mit 88 ­Jahren ist der schwedische ­Innenarchitekt täglich in seiner Werkstatt und entwickelt ­Möbel, allen voran Holzstühle. In Skandinavien gehört sein Werk zum allgemeinen Kulturgut, denn seine Möbel und ­Interieurs sind in zahlreichen Museen, Bibliotheken und ­Kirchen zu finden. Hierzulande ist Axelsson aber unbekannt. Moritz Schmid, der oft zwischen der Schweiz und Skandinavien pendelt, hat uns vom Gestalter und dessen faszinierendem Atelierhaus erzählt und zu dieser Geschichte motiviert.

Klirrende Kälte, klarer Himmel. So präsentiert sich Stockholm im Februar bei unserem Besuch der Stockholmer Möbelmesse. Mit dem Ziel, Åke Axelsson und Moritz Schmid gemeinsam am Stand von Gärsnäs zu treffen. Axelsson ist zugleich Mitinhaber des schwedischen Möbelherstellers, der von seiner Tochter und seinem Schwiegersohn Anna und Dag Klockby geführt wird, und er hat Dutzende von Stühlen für das Label entworfen. Der jüngste Entwurf «Allround» wird an der Messe lanciert, persönlich präsentiert von Axelsson. «Es ist ein rationaler Entwurf für heutige Anforderungen», kommentiert er knapp und klar. Auch in fortgeschrittenem Alter lässt er es sich nicht nehmen, jedes Jahr an die Messe zu reisen, seine Stühle vorzustellen und mit Leuten zu sprechen. Vor allem den Austausch mit jungen Designern schätzt er sehr. «Es kommen mich immer mehr junge Designer besuchen, das finde ich toll», sagt er bei unserem Treffen. Moritz Schmid war auch schon in Axelssons Universum in Vaxholm, etwa eine halbe Autostunde von der Hauptstadt entfernt, und war beeindruckt vom Ort und von der Persönlichkeit. «Ich bewundere Menschen, die ein Leben lang einer Sache nachgehen», sagt der Schweizer. Obwohl die beiden aus unterschiedlichen Generationen und Kulturen stammen, teilen Sie die Leidenschaft für ihre Arbeit, die Lust, Dinge zu hinterfragen, diesen auf den Grund zu gehen und immer wieder neu zu denken, wie Moritz Schmid präzisiert. 

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Aprilausgabe der Wohnrevue. Hier bestellen.

Wort
Katrin Ambühl

Bild
Lennart Durehed
Martin Runeborg

Keine Kommentare vorhanden

Schreiben sie einen Kommentar