Flexibel wohnen

Wort
Nuria Peón

Projekt
Forschung
Professur Mosayebi, Departement Architektur, ETH Zürich
mosayebi.arch.ethz.ch/forschung

Architektur
Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten, Zürich
emi-architekten.ch

Bauherrschaft
UTO Real Estate Management AG, Zürich
utorem.ch
Auf dem Dach des ETH-­Campus Hönggerberg wird eine neue Wohnform getestet. Das Ziel ist es, die konstruk­tive Machbarkeit eines ­Projekts und das Benutzerverhalten zu erforschen.
In der Architektur dominieren vorwiegend starre Grundrisse: Jede Wand, jede Tür und jede Deckenleuchte hat einen vordefinierten Platz. Beim aktuellen sozialen Trend zu mehr Flexibilität stellt sich die Frage, ob ein solches Konzept überhaupt noch zeitgemäss ist. Genau dieser Frage ging auch das Zürcher Architekturbüro Edelaar Mosayebi Inderbitzin Architekten (EMI Architekten) bei der Entwicklung eines neuen Bauprojekts nach – und machte es gleichzeitig zu einem Forschungsprojekt. 

Verbindung von Theorie und Praxis
Der Auftrag der Immobilienfirma UTO Real Estate Management war klar: An der Stampfenbachstrasse in Zürich sollen kleine Stadtwohnungen entstehen. Doch statt konventionelle Ein- und Zweizimmerwohnungen zu planen, entwickelte EMI Architekten ein völlig neues Raum- und Wohnkonzept. «Wir wollten Wohnungen kreieren, die sich den individuellen Bedürfnissen der Bewohner anpassen», erklärt Christian Inderbitzin, Mitinhaber des Architekturbüros. Also stellten sie zentrale Raumelemente wie Wände, Leuchten und Böden infrage und dachten sie neu. Elli Mosayebi, ebenfalls Mitinhaberin von EMI Architekten und ETH-Professorin, machte aus dem Projekt eine Forschungsarbeit mit ihren Architekturstudenten zum Thema «Wandelbare Räume». Um Theorie und Praxis miteinander zu verbinden, wurde schliesslich eine Musterwohnung auf der Dachterrasse des ETH-Campus Hönggerberg gebaut. Diese dient einerseits der Analyse der konstruktiven Machbarkeit, andererseits lässt sich mittels Sensoren gleichzeitig die Interaktion der Bewohner mit den beweglichen Bauteilen messen. Im Rahmen des Forschungsprojekts «Vacancy – NoVacancy. Ein performatives Haus der Zukunft» werden insgesamt 40  Personen je eine Woche lang das Mock-up bewohnen und bewerten.
performatives-haus.ch

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Oktoberausgabe der Wohnrevue. Hier bestellen.

Neueste Artikel

Filigraner Betonbau

Ein Doppelhaus aus Sichtbeton nahe Bern – das Werk des renommierten Architekturbüros Atelier 5.

Tageslicht und Frischluft für besseres Wohlbefinden

Ein gesundes Innenraumklima ist unerlässlich für unser Wohlbefinden. Wie die Faktoren Tageslicht und Frischluft dafür sorgen, dass wir uns drinnen wohl fühlen.

Beton auf Papier

Brutalismus - Die vorgestellten Bücher bieten vielfältige Einblicke in den Baustil der Moderne.

Weitere Artikel