Fast wie am Meer

Fast wie am Meer

Strandhaus am Zürichseeufer

Das bekannte Architektur­büro Züst Gübeli Gambetti ­realisierte am Zürichsee ein markantes Gebäude mit einem raffinierten Grundriss. Gekonnt gesetzte ­Akzente bringen einen Hauch Meeres­brise ans hiesige Seeufer.

Das Ufer rund um den oberen Teil des Zürichsees ist dicht verbaut. In den letzten Jahren wurden traditionelle Einfamilienhäuser mit Umschwung zunehmend verdrängt von gleichförmigen, kubusartigen Mehrfamilienhäusern. Bei so viel konventioneller Architektur kann formale Abwechslung nicht schaden. Definitiv gelungen ist das beim neuesten Projekt vom Architekturbüro Züst Gübeli Gambetti aus Zürich. Auf einem ehemaligen Industrieareal wünschte sich Specogna Immobilien eine Überbauung mit mehreren Mietwohnungen und maximaler Ausnützungsziffer. Ein klassisches Mehrfamilienhaus hätte allerdings zu viel Erschliessungsfläche in Anspruch genommen. Deshalb entwarfen die Architekten eine segmentierte Gebäudestruktur, die sich entlang der trapezförmigen Parzelle tastet. Entstanden ist ein markanter Bau mit fünf zusammenhängenden Duplex-Wohnungen. Die Silhouette erinnert sowohl an Strandhäuser als auch an eine Fabrikanlage – ähnlich der Papierfabrik, die sich ursprünglich auf dem Areal befand. Auf die kantige Form des Baus und den gelungenen Materialmix mit dem Dach aus Bronze und den bronzefarbenen Aluminiumpaneelen angesprochen, erklärt Architekt Roman Züst: «Formsprache und Materialisierung sind nicht besonders erstaunlich; schliesslich handelt sich ja um ein ehemaliges Industrieareal. Das Sheddach wie auch die metallene Fassade entsprechen diesem industriellen Bild. Wir haben von Anfang an eine Übersetzung in eine adäquate Wohnform am Wasser angestrebt und mit den Beach Houses eine solche gefunden, die all diesen Themen Reverenz erweist.»

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Projektbeteiligte
Architektur
Züst Gübeli Gambetti Architektur und Städtebau AG
z2g.ch

Bauherrschaft
Specogna Immobilien
specogna-immobilien.ch

Ausstattung
Elizabeth Specogna

Wort
Benjamin Moser

Bild
Douglas Mandry