Ein imaginärer Ort

Der Künstler, Designer und Kolumnist Luke Edward Hall vereint in der Marke «Chateau Orlando» seine Leidenschaften für Mode und Interior Design. Bekannt für sein interdisziplinäres Schaffen, verwebt der Engländer eine eklektische Mischung aus Kunstgeschichte, Natur, Fantasie, Folklore und Musik zu einem originellen Gesamtbild.

Bild: Oli Kearon

Schon als Kind hat Hall sich für verschiedenste Arten von Kunst und Design interessiert und damit experimentiert. Er bringt gerne gegensätzliche Ideen zusammen. Während seines Modedesign-Studiums an der Central St.  Martins University in London handelte er etwa mit Antiquitäten. Heute wechselt der Designer mühelos zwischen verschiedensten Stilen und Mustern, um farbenfrohe, verspielte Welten zu schaffen, wie das von ihm gestaltete Hotel Les Deux Gares in Paris. Seine Arbeiten wurden in der Vogue, der New York Times und vielen anderen Publikationen veröffentlicht. Regelmässig schreibt der detailverliebte Hall Design- und Stilkolumnen für die Financial Times und arbeitet mit zahlreichen internationalen Designlabels wie Burberry, Gant, Ginori 1735, Rubelli, Diptyque und CC-Tapis zusammen.

Bild: Oli Kearon

Eklektizistische Kollektion
Der 35-Jährige betrachtet Kunst, Mode und Inneneinrichtung nicht als getrennte Dinge. Ihm gefällt die Idee, Grenzen auszuloten und mit seiner Arbeit Geschichten zu erzählen. Mit seiner Marke Chateau Orlando führt Hall uns an einen imaginären Ort voller Fantasie und Lebensfreude. Die Kollektion soll seine Vorliebe «für verträumte Romantik und lebendige Erzählkunst» widerspiegeln, so der Designer.

Bild: Oli Kearon

Inspiration holt sich der vielseitige Gestalter in Kunst, Poesie, Musik, Architektur, Gartenkunst, Mythologie und auf seinen Reisen. Zudem sind die experimentelle Designerwerkstatt Omega Workshop und die Bloomsbury wichtige Impulsgeber für ihn. Diese lose Gruppe von englischen Schriftstellerinnen, Intellektuellen, Künstlerinnen und Philosophen, darunter Virginia Woolf, E. M. Forster und Vanessa Bell, prägte Anfang des 20. Jahrhunderts Englangs kulturelle Modernisierung wesentlich. Deren illustrer Treffpunkt, das Charleston Farmhouse in East Sussex, mit seinen opulenten Möbeln, bemalten Wänden, der üppigen Dekoration und dem Atelier des Künstlers Duncan Grant, beeindruckt ihn immer wieder aufs Neue.
chateauorlando.com

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