Mond im Dreierpack

Den Anfang machte ein schlichter Beistelltisch, der 2014 von Living Divani auf den Markt kam. Nun wurde «Moon» zu einer dreiteiligen Produktfamilie weiterentwickelt. Es sind schöne Objekte mit inneren Werten.

Die Form ist auf ein absolutes Minimum reduziert, wie ein Monolith aus einem Guss. Keine Verbindungen, Scharniere oder Schrauben sind zu sehen, auch die Rollen nicht. So schlicht das Äussere daherkommt, so ausgeklügelt ist das Innenleben der drei Möbel aus der Serie «Moon»: Der Beistelltisch «Full Moon» mit aufklappbarem Deckel bietet Stauraum mit einer praktischen Inneneinteilung. Der Bürocontainer «Moon Satellite» ist mit Rollen ausgestattet und hat eine obere und eine untere Schwenktüre, also zwei unterschiedliche Stauraumbereiche. «Moon Eclipse» schliesslich ist ein Beistelltisch mit doppeltem Volumen, bestehend aus einer niedrigen, grosszügigen Abstellfläche und einem hohen Container, der sich seitlich öffnen lässt. Drei ausgeklügelte Möbel für unterschiedliche Bedürfnisse, die den gleichen Designansatz haben. Welchen und wie es zu dieser Weiterentwicklung gekommen ist, erzählt uns Tommaso Nani, der gemeinsam mit seinem Büropartner Noa Ikeuchi das Designstudio Mist-o führt und für das Design verantwortlich war, im folgenden Gespräch.

Tommaso Nani, was war beim Erstentwurf vor sechs Jahren die Grundidee von «Moon»?
Ein Beistelltisch wie ein Podest zu entwerfen, auf das man gerne einen schönen Stein oder etwas anderes präsentiert. Ein Möbel mit Stauraum neben dem Sofa oder dem Bett.

Hat der Lockdown dazu beigetragen, die Erweiterung im letzten Jahr anzupacken?
Der Grundstein wurde vor der Pandemie bei einem Nachtessen mit einem Designerkollegen gelegt. Wir sprachen darüber, wie spannend es ist, aus einer einzigen Designidee eine ganze Produktfamilie zu entwickeln. Dann kam der Lockdown, und ich merkte, dass mir ein rollbares Homeoffice-Möbel fehlte zu Hause. Und ich realisierte, dass sich genau dies aus dem Ursprungsprodukt von «Moon» entwickeln liesse, was ich dann Living Divani vorschlug.

Es gibt ähnliche mobile Stauraummöbel wie jener von Anna Castelli Ferrieri für Kartell.
Natürlich gibt es die, auch Joe Colombos «Bobby Cart» ist so ein Klassiker, aber sie sind alle aus Kunststoff, während wir uns für optisch wärmeres Sperrholz entschieden.

Das ganze Interview lesen Sie in der Augustausgabe der Wohnrevue. Hier bestellen.

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