Haute Couture und poetische Formen

«Teratai» ist ein modulares Sofasystem mit skulpturalem Charakter und sinnlich-­exotischer Formensprache. Das aufwendige Polstermöbel von Bretz basiert auf Handwerkskunst und Liebe zum Detail.

Die Seerose diente als formales Leitmotiv des modularen Sofasystems «Teratai», das seinen Namen ebenfalls der exotischen Pflanze verdankt – «Teratai» ist nämlich das malaiische Wort für Seerose. Sie strahlt Schönheit aus und ist Sinnbild für Frieden und Ausgewogenheit – und genau dies will die deutsche Manufaktur Bretz mit der Polstermöbelfamilie ins Wohnzimmer bringen. Der Entwurf zeichnet sich aus durch eine sanft gerundete Formensprache sowie durch üppige, hohe Rückenkissen mit integrierter Nierenstütze sowie Polstergurten. Eyecatcher ist aber zweifellos der Bezug mit dem dynamischen Nahtbild, der dem Modell eine florale Ästhetik verleiht. Der Bezug soll an stilisierte Blattadern erinnern und ist das Ergebnis sorgfältiger Handwerks- sowie Schneiderkunst. Für das Polstermöbel wird der Bezug nämlich in vielen kleinen Schritten massgeschneidert. Jede einzelne Raute wird von Hand zugeschnitten, unterfüttert, gesäumt und anschliessend wie ein Mosaik im Quiltingverfahren zu einem Gesamtbild zusammengefügt. Dabei wird einerseits jedes Polsterstück aufwendig von Hand an die organische Form des Sofas angepasst, andererseits auch auf die restlichen Einzelteile abgestimmt.

Von der Fertigungstechnik her betrachtet, handelt es sich um das wohl aufwendigste Sofa der Bretz-Kollektion. In der eigenen Manufaktur in Gensingen, wo sich auch das Headoffice sowie die Entwicklungsabteilung befinden, braucht es rund 22 Stunden reine Handarbeit bis aus einem Holzgestell, Schäumen, Federkernen und Velours ein «Teratai»-Sofa entsteht. Ausserdem ist es das einzige modulare Möbel des deutschen Unternehmens, mit dem man organische sowie geradlinige Elemente kombinieren kann. Bei jedem Modell, egal ob rechteckig oder abgerundet, ist das diagonal verlaufende Raster perfekt abgestimmt.
Wir haben mit der Designerin Pauline Junglas über ihren einzigartigen Entwurf für Bretz gesprochen.
bretz.de

Das Interview lesen Sie in der Ausgabe 03-22 der Wohnrevue. Hier bestellen.

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