Produkte und Objekte

Aufgewertetes Altmetall
Die drei Produktdesigner David Walsh, Linus Maurmann und Moritz Gysi (v. l. n. r.) bilden zusammen das Studio Topo. Sie arbeiten an Projekten im Spannungsfeld zwischen Produktdesign und Raumgestaltung mit einem Fokus auf nachhaltige Aspekte und Kontextgerechtigkeit. Ende vergangenen Jahres entwickelten sie die Szenografie für die Ausstellung «Blut & Staub» des Schweizer Materialarchivs, wobei lediglich wiederverwertete Materialien eingesetzt wurden. Für das Ausstellungsmobiliar experimentierten sie mit einer Druckluftpresse und ausgedienten Metallprofilen. Entstanden sind Hocker und Tische, in deren Formensprache die Kraft des Herstellungsverfahrens spürbar bleibt: Die rohen Biegekanten ornamentieren die ansonsten karg gehaltenen Möbelstücke und verleihen ihnen damit einen markanten Ausdruck. Der «Y-Stool» wurde nun im Rahmen der Milano Design Week selbst zum Exponat der Ausstellung «Emerging Talents» von Pro Helvetia und ist auf Anfrage über die Website von Studio Topo zu kaufen.
studiotopo.ch

Formenspiel auf Mass
Jungdesignerin Alix Arto zeigte in der Ausstellung «Emerging Talents» von Pro Helvetia während der Mailänder Möbelmesse erste Prototypen aus ihrem Projekt «Sur Mesure». Mit diesem will die Designerin der Kundschaft die Möglichkeit bieten, transparente Vorhangstoffe nach den eigenen Vorlieben mit geometrischen Elementen zu bespielen. Die Vorhänge werden anschliessend von Schweizer Textilproduzenten auf Mass gefertigt. Die individualisierbaren Vorhänge sind in verschiedenen zurückhaltenden Farbtönen gestaltet.
alixarto.com

Poetisches Papier
Nicht nur brachte Jungdesigner Juri Roemmel das Falten eines Blatt Papiers auf die Idee für die Schale «Fold», das Objekt besteht auch tatsächlich aus demselben Material. Fasziniert von den dynamischen Schwüngen, die beim Öffnen des vierfach gefalteten Papiers im DIN-Format entstehen, suchte Roemmel nach einem Weg, um das ephemere Flächenspiel zu verfestigen. Die Lösung fand er bei Tomoyuki Tanaka. Der Japaner beherrscht die traditionelle Urushi-Technik meisterhaft. Im Auftrag des Designers produziert er die Papierschalen in drei Lackfarben. Erhältlich über die NOV Gallery.
novgallery.com
juriroemmel.ch

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 06-23 der Wohnrevue.

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