Miguel Lauper

Lichtblicke gab es für Miguel Lauper (*1987) einige im letzten Jahr. Der Designer entwickelte für seine Diplomarbeit an der ZHdK eine Leuchte und bekam die Möglichkeit, die praktische Arbeit in der wunderschönen Helferei in Zürich durchzuführen.

«Ein unglaubliches Geschenk und im Lockdown auch surreal, da alleine tüfteln zu dürfen», blickt Lauper zurück. Bei seiner Arbeit hat er sich mit Licht, Farbe und deren Wirkung auf den Menschen befasst, weil er fand, dass gängige Leuchtmittel punkto Licht- und Farbqualität nicht optimal sind. In ausgedehnten Recherchen – seine Thesis umfasst 60 Seiten – hat der Absolvent vor allem Lichtstudien auf verschiedenen Ebenen durchgeführt, bei denen ihm auch die Farbenspezialistin Katrin Trautwein von Kt. Color zur Seite stand. «Der Prozess war wie die Reduktion beim Kochen», sagt Lauper. Die Essenz von «Lumière virante» ist ein Farbraster, durch das die verschiedenen Wellenlängen des Lichts harmonisiert werden (siehe industrialdesign.zhdk.ch/diplom-2020). Das Produkt ist optisch schlicht, aber hochkomplex, und genau diese Kombination interessiert ihn. «Ich mag Objekte, die auf verschiedenen Ebenen funktionieren, Dinge mit zusätzlichem Deutungsraum», so der Gestalter. Nach seiner Lehre als Elektriker studierte er Industriedesign an der ZHdK und absolvierte ein Semester an der Ecal. «Das war die perfekte Kombination: der technisch-analytische Ansatz der ZHdK und der eher poetische der Ecal», so der Gestalter, der ganzheitliche Herangehensweisen in der Arbeit wie auch im Leben mag. 2018 gründete er sein eigenes Studio – aus praktischen Gründen, aber auch aus Leidenschaft: «Das will ich schliesslich für den Rest meines Lebens machen.»
bureaulauper.com

Konzept
Jeden Monat präsentieren wir Talente: Schweizer Jungdesigner, die ihre Karriere in der hiesigen Designlandschaft gerade starten. Sie werden im Rahmen vom Starting Power Programme von der Schweizer Kulturstiftung Pro  Helvetia gefördert und zeigen uns ihre neuesten Projekte.
designswitzerland.ch

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