Giulia Chéhab

Nach dem Industriedesign-Studium an der Ecal absolvierte die gebürtige Italienerin diverse Praktika bei renommierten Firmen, darunter etwa Acne Studios in Paris oder das Design Office von Stefan Diez in München. Letzterer Aufenthalt motivierte sie schliesslich dazu, einen Master an der Head in Genf zu machen.

«In München lernte ich die Schmuckdesignerin Saskia Diez kennen. Nach dem Gespräch mit ihr wurde mir klar, dass ich ebenfalls etwas Eigenes gründen wollte», erzählt Giulia. Sie entschied sich für einen Master mit Schwerpunkt Mode- und Accessoiredesign: «Accessoires sind einfacher zu handhaben und die emotionale Beziehung zum Menschen ist stärker als bei anderen Objekten.» Während des Masters fokussierte sich die Designerin auf Taschen, «weil diese Industriedesign, Funktionalität, Ästhetik und Persönlichkeit verbinden». Sie ging vertieft der Frage nach, weshalb die meisten Frauen mit Totebags herumlaufen, obwohl Rucksäcke funktionaler und bequemer sind – und entdeckte genau an dieser Schnittstelle zwischen Funktionalität und Ästhetik eine Marktlücke, die sie mit ihrem eigenen Brand Chéhab füllen möchte. Für ihre Masterarbeit entwickelte sie die Kollektion «Augmented Tote» bestehend aus 18 Taschen und Rucksäcken. Vier davon konnte Giulia im Rahmen eines Wettbewerbs der Head mit La Redoute auf den Markt bringen. Dank Pro Helvetia hat die Jungdesignerin nun zusätzliche Unterstützung im Bereich Brand Identity und Nachhaltigkeit erhalten  – und erste Prototypen ihrer Taschen werden gerade in Italien produziert. Auf die erste Kollektion von Chéhab kann man sich also bald freuen.
che-hab.com

Bild: Horatiu Sovaiala

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