Beton auf Papier

Wort: Paula Mühlena
Radikal praktiziert, kontrovers diskutiert, vielfach interpretiert, zahlreich kontextualisiert und ausgiebig publiziert – Brutalismus. Die vorgestellten Bücher bieten vielfältige Einblicke in den Baustil der Moderne.

Schroffe Städte
Das Buch zeigt, wie sich die Städte Brasília und Chandigarh, beeinflusst von der westlichen Brutalismus-Bewegung der 1960er-Jahre, heute präsentieren. Anhand von Fotos und Texten des renommierten Fotografen Iwan Baan werden ihre Ähnlichkeiten, Unterschiede und das alltägliche Leben bewegend porträtiert.

Brasilia – Chandigarh: Living with Modernity, Lars Müller Publisher, 240 Seiten, in Englisch, ISBN: 2010, 978-3-03778-228-6


Starke Stationen

Der Fotograf Christopher Herwig reiste im Jahr 2002 mit dem Fahrrad von London bis St. Petersburg. Ergebnis dieser und weiterer Reisen sind die Fotografien, der von Wüste umgebenen, oft brutalistischen Busstationen der ehemaligen Sowjetunion. Seine Werke sind nun in zwei Bänden abgedruckt.

Soviet Bus Stops: Volume 1, Fuel Publishing, 192 Seiten, in Englisch, ISBN: 978-0-9931911-0-7


Eindrückliche Einblicke

Das Buch zeigt das Werk des weitgehend unbekannten philippinischen Architekten Leandro V. Locsin. 1953 eröffnete er ein Büro in Manila, einer damals nahezu völlig zerstörten Stadt, und entwarf viele Bauwerke, darunter skulpturale Betonarchitekturen wie den Expo-Pavillon und den Flughafen.

Leandro Valencia Locsin: Filipino architect, Birkhäuser, 320 Seiten, in Englisch, ISBN: 978-3-0356-2092-4

 

 

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