Viele Wege führen nach Chur

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Erweiterung Galerie Okro

Bereits Anfang Jahr berichteten wir über den umtriebigen Heinz Caflisch. Unterdessen hat er zusammen mit seiner Partnerin Andrea Landolt die Räumlichkeiten der Galerie Okro erweitert und die ­Eröffnung mit der Ausstellung «Lieblinge» gefeiert. Wir sprachen mit den beiden über den Ausbau und kommende Projekte.

Es war ein eleganter Schachzug von Heinz Caflisch, Fachleute der Schweizer Designszene anzufragen, ihr Lieblingsobjekt in seiner Galerie auszustellen. Vom Schweizer Designnachwuchs mussten die Produkte stammen, lautete die einzige Teilnahmebedingung. Gleichzeitig zeigte er in den bestehenden Räumlichkeiten unter dem Titel «Hand Made Ready Made» Semesterarbeiten von Studenten der Hochschule Luzern, die in Zusammenarbeit mit dem Designer Dimitri Bähler entstanden sind. Entsprechend gut besucht war der Eröffnungsevent. «Wir konnten knapp die letzten Beschreibungen zu den Ausstellungsobjekten anbringen, bevor die ersten Besucher vor der Tür standen», sagt Caflisch lachend. Gekommen sind sie alle – von Frédéric Dedelley, Jörg Boner, Moritz Schmid, Dimitri Bähler, Fabian Schwaerzler, Robert Wettstein, Demian Conrad und vielen anderen Gestaltern über Architekten, Händler, Fachjournalisten, Jungdesigner und Studenten bis hin zur Churer Kreativszene. Unter den Gästen war auch das Architektenpaar Grigo-­Pajarola, das die ursprüngliche Ausbauplanung der Erweiterung gemacht hatte. «Im Verlauf des Projekts erwies es sich aber als einfacher, dass Heinz die Leitung des Umbaus übernahm», erklärt Franco Pajarola, auf den Grund angesprochen. Rollende Planung und pragmatisches Handeln sind bezeichnend für Caflischs Arbeit: Als er sich in das Gebäude einmietete, wurden die heutigen neuen Räumlichkeiten noch von der Eigentümerin als Lager genutzt. Schritt für Schritt wurde dieses in den vergangenen Monaten geräumt und zu Galerie- und Kulturräumen umgebaut. «In Chur gibt es praktisch keinen Platz für Kleinkultur, Konzerte, Vernissagen etc.», sagt Andrea Landolt. Diese Lücke will die Galerie Okro in den kommenden Monaten schliessen. «Geplant sind Vorträge, Lesungen und Konzerte, aber auch Tavolatas mit Designern, Architekten, Handwerkern und anderen Kreativen», erzählt sie weiter. 

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Oktoberausgabe der Wohnrevue. Hier bestellen.

Wort
Benjamin Moser

Bild
Elisa Florian