Schuhmacher und Trendsetter

Schuhmacher und Trendsetter

Das Geschäft mit dem Schuh, Museum für Gestaltung

Die Ausstellung über das Schweizer Kultlabel Bally zeigt, dass Schuhwerk weit mehr ist als Alltagsbekleidung. Die knapp 170-jährige Geschichte des Unternehmens ist auch ein Stück Schweizer Kulturgeschichte. 

Bergschuhe, High Heels, Zoccoli und Sneakers: Die Ausstellung «Das Geschäft mit dem Schuh», die noch bis zum 11. August im Toni-Areal läuft, zeigt die ganze Bandbreite an Bally-Modellen, rund 200 Exemplare aus dem Unternehmensarchiv. Daneben sind auch historische Maschinen oder legendäre Plakate aus unterschiedlichen Zeitepochen zu sehen, denn die Schweizer Firma war auch eine Pionierin im Bereich Marketing und Grafik. Das erste Werbeplakat stammt aus dem Jahr 1910. Den Grundstein für den Erfolg legte übrigens Carl Franz Bally im Gründungsjahr 1851, als er sich gegen vehementen Widerstand der Schuhmacherzunft entschied, die Herstellung von Schuhen in einzelne Arbeitsschritte aufzuteilen und diese durch Maschinen auszuführen. Das war in jener Zeit eine Revolution. Mittlerweile kreiert Bally neben Schuhen auch Modekollektionen, jeweils zwei pro Jahr. Stücke aus der jüngsten sind ebenfalls in der Ausstellung zu sehen. Informationen zu Führungen und Workshops siehe:
museum-gestaltung.ch

Wort
Katrin Ambühl