Ruhe auf den Rängen

Ruhe auf den Rängen

Ein Wald im Fussballstadion

«Kunst statt Kicken» lautet vorübergehend das Motto im Fussball­stadion in Klagenfurt noch bis zum 27. Oktober. Hinter der Aktion ­stehen zwei Schweizer: der Künstler Klaus Littmann und der Landschaftsarchitekt Enzo Enea.

«Die ungebrochene Anziehungskraft der Natur» heisst eine Bleistiftzeichnung von Max Peintner. Der ­österreichische Künstler und Architekt kreierte sie in den 70er-Jahren. Das Werk war Inspirationsquelle für den Basler Künstler Klaus Littmann, der das österreichische Fussballstadion Wörthersee in Kärnten bespielt – nicht mit Bällen, sondern mit Bäumen. Seine Vision war es, die Beziehung zwischen Mensch und Natur darzustellen und die Probleme von Klimawandel und Entwaldung aufzuzeigen. Er sieht seine Installation wie eine Art Zoo – nicht für Tiere, sondern für Pflanzen. Umgesetzt wurde die Idee vom renommierten Schweizer Landschaftsarchitekten Enzo Enea. Er hat 299 Bäume, von denen einige bis zu sechs Tonnen wiegen, über das Spielfeld installiert. Speziell ist die grosse Artenvielfalt des Waldes. So dominieren bis Ende Oktober nicht Messi und Co. das Spielfeld, sondern Silberbirke, Hainbuche, Espe und Feldahorn.
sportpark-klagenfurt.at
klauslittmann.com
enea.ch

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