Mala

Mala

Studentenprojekt

Die Basis für Roger Zimmermanns eleganten Leuchtenentwurf war nicht nur seine Vorliebe für neue Technologien, sondern auch ein innovativer Hocker.

Der 3D-Druck revolutioniert die Medizin, die Industrie und nicht zuletzt auch die Designbranche. Roger Zimmermann experimentierte mit diesem zeitgemässen Verfahren und kombinierte es mit Filz. Daraus entstand eine formschöne Leuchte, die überzeugt. 

Die Idee
Im Rahmen eines vorherigen Partnerprojekts mit Ruckstuhl und Vitra wollte der 28-Jährige herausfinden, wie der 3D-Druck auch anders angewandt werden kann. «Statt wie gewohnt auf einer beheizten Glasplatte zu drucken, experimentierte ich mit anderen Materialien», erklärt Roger. Von der Modebranche inspiriert, wo bereits Versuche auf Stoff durchgeführt wurden, kam er auf Filz. «Auf dieses Material zu drucken, schien mir vorerst unvorstellbar», erzählt der Student. Nach einigen Versuchen haftete der 3D-Druck aber so gut auf dem Filz, «dass sie nicht mal Hulk voneinander trennen könnte», meint Roger augenzwinkernd. Das Endergebnis des Projekts war «Ava» – ein Hocker mit Sitzfläche aus Filz und Verbindungselementen aus dem 3D-Drucker. «Nach demselben Prinzip eine Leuchte zu gestalten, zeigte sich als eine spannende Herausforderung», erklärt Roger den Ansporn für den Leuchtenentwurf für die Wohnrevue.

Der Prozess
Für «Mala» wandte der 28-Jährige also erneut dasselbe Prinzip an: Er druckte das stabilisierende Innengerüst der Leuchte direkt auf den Filz, der gleichzeitig als Schirm wirkt. Die Elemente aus dem Drucker seien dabei nicht rein funktional angedacht, sondern auch gestalterisch, erläutert der angehende Industriedesigner: «Die Gelenke verleihen der Leuchte einen besonderen Charme.» In der Tat überzeugt uns der Kontrast zwischen der geschwungenen Schirmform und der originellen Innenstruktur. Wer weiss, vielleicht fertigt Roger schon bald ein drittes Wohnaccessoire nach diesem Verfahren ...
rogerzimmermanndesign.com

Studierender
Roger Zimmermann, 28

Schule
Die Industrial-Design-­Studierenden der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel erwerben im Rahmen des Bachelors am Institut Industrial Design ­Kompetenzen für die selbstständige, kritische Entwurfsarbeit. fhnw.ch/hgk

Konzept
Jeden Monat suchen wir Die zündende Idee, also eine Leuchte, von Schweizer Designstudenten. Das Starterkit ist für alle dasselbe: eine Glühbirne samt Fassung, ein 3  m langes Kabel und 30 Franken Materialgeld. Zusätzlich verwendete Recyclingmaterialien und bestehende Werkzeuge, Farben etc. sind erlaubt.

Kostenaufstellung
Filz 10.–
3D-Druck-Filament 10.30

Total CHF 20.30

Wort
Nuria Peón

Bild
Dominique Wyss
Roger Zimmermann

4 Kommentare
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    Veröffentlicht am 03:36h, 03 August

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