Make darkness visible

Make darkness visible

Studentenprojekt

Elegant, zeitlos, überraschend: Der Entwurf von Elias Julian Kopp und Manuel Mario Jost überzeugt sowohl formal als auch herstellungstechnisch und hat das Zeug zum Serienprodukt.

Etwas Schlichtes, Unauffälliges und Normales zu fertigen, das dennoch überrascht und fasziniert. Das war der Grundgedanke von Elias und Manuel für «Make darkness visible». Und das setzten sie auch auf eine bestechende Art und Weise um.

Die Idee
«Wir wollten etwas enthüllen. Etwas, das durch Einschalten der Leuchte zum Leben erwacht und aus der Dunkelheit hervortritt», fügen die beiden an. Ausserdem hätten sie sich anhand unseres Briefings (siehe Konzept rechts) gefragt, wie sie die vorgegebenen Materialkosten optimal nutzen könnten. «Die Antwort auf diese Frage lautete: Selektives Lasersintern», so die Jungdesigner. Bei dieser Herstellungsmethode, einem 3D-Druckverfahren, wird pulverförmiger Kunststoff mit einem Laser zu beliebigen Formen verschmolzen. Das Verfahren habe sich für Die zündende Idee bestens geeignet, weil die Materialkosten anhand des Volumens berechnet werden. «Wir konnten dank dieser Herstellungstechnik die Form so anpassen, dass wir innerhalb des Budgets bleiben», erklären Elias und Manuel. 

Der Prozess
Als es um die Formgebung ging, beschäftigten sich Elias und Manuel sowohl mit der Aussen- als auch mit der Innenseite des Schirms. «Aussen haben wir uns für eine sehr elegante, zeitlose Form entschieden. Innen hingegen setzten wir auf ein Muster, das erst im Zusammenspiel mit Licht zum Vorschein kommt.» Um das passende Dessin zu finden, erstellten sie diverse Prototypen, Renderings sowie Skizzen. Schliesslich entschieden sie sich für horizontale Streifen, wie die beiden erzählen: «Sie wirken schlicht, betonen die Form und machen den Lichtverlauf sichtbar.»  Der Lampenschirm ist ausserdem so konstruiert, dass er ebenfalls als Halterung der Glühbirnenfassung dient. «Wir können uns vorstellen, ‹Make darkness visible› in Zukunft noch aus anderen Materialien wie zum Beispiel 3D-gedruckter Keramik zu fertigen», sagen Elias und Manuel. Das sei etwas, was sie mit ihrem gemeinsam gegründeten Designstudio Fink weiter vorantreiben möchten, verraten sie uns zum Schluss. Wir sind auf kommende Versionen gespannt!

Studierende
Manuel Mario Jost, 27
Elias Julian Kopp, 24

Schule
Die Industrial-Design-Studierenden der Hochschule für Gestaltung und Kunst FHNW in Basel erwerben im Rahmen des Bachelor of Arts in Produkt- und Industriedesign wie auch im Masterstudio Design mit Vertiefung Industrial Design ­Kompetenzen für die selbstständige, kritische Entwurfsarbeit.
fhnw.ch/hgk

Konzept
Jeden Monat suchen wir Die zündende Idee, also eine Leuchte, von Schweizer Design­studenten. Das Starterkit ist für alle dasselbe: eine Glühbirne samt Fassung, ein 3  m langes Kabel und 30 Franken Materialgeld. Zusätzlich verwendete Recyclingmaterialien und bestehende Werkzeuge, Farben etc. sind erlaubt.

Kostenaufstellung
Textilkabel (weiss) 4.80
Sinterjob (Nylon) 25.03 

Total CHF 29.83

Wort
Nuria Peón

Bild
Manuel Mario Jost
Elias Julian Kopp
Ivo Schläpfer

Keine Kommentare vorhanden

Schreiben sie einen Kommentar