Feiern im Grossformat

Feiern im Grossformat

Designmesse Neue Räume

Die Zürcher Designmesse Neue Räume feierte heuer ihr 10-jähriges Bestehen. Die Besucher erwartete eine geballte Ladung Design, Kunst und Kulinarik.

Wer Mitte November vom Bahnhof Oerlikon Richtung ABB-Hallen unterwegs war, staunte nicht schlecht. Da waren nicht unzählige Expats und Angestellte der Grossraumbüros rund um den Bahnhof unterwegs – es waren Scharen designaffiner Besucher auf dem Weg zur Messe Neue Räume. Kein Wunder war der Andrang gross – schliesslich wurde den Besuchern einiges geboten. Neben klassischem Messetreiben mit den neuesten Produkten aus der weiten Welt von Wohnen und Design bespielte die bildende Künstlerin Anca Munteanu Rimnic die Ausstellung mit ihren Arbeiten. Der Kurator und Gründer Stefan Zwicky freute sich bereits im Vorfeld «auf die Freunde der ersten Stunde, auf die jungen Wilden der teilnehmenden Hochschulen, auf inspirierende Sonderschauen und auf die Neuheiten kleiner und feiner Manufakturen». Seine Vorfreude war berechtigt. Am Mittwoch, 14. November, strömten Branchenleute, Kreative, Aussteller, Architekten, Designer und Künstler an die Vernissage, um sich einen Vorabblick auf die Jubiläumsedition zu gönnen. Besonders ins Auge stach die gelungene Sonderausstellung «Glamour», die von der Architektin Judith Räber kuratiert wurde. Sie zeigte «unwiderstehliche Objekte aus allen Designbereichen, die nicht funktional oder praktisch sein müssen, und Dinge, welche nicht nötig sind, die aber mit ihrem Glanz unser Leben verschönern.» Selbstverständlich wurde dieses Credo von den meisten anderen Ausstellern gebrochen bzw. widerlegt: Zu entdecken gab es nämlich zahlreiche praktische Möbel von Schweizer Herstellern, die auch mit Neuheiten aufwarteten. So zeigte z. B. Wogg ein neues Regalsystem, eine neue Liege und einen zylinderförmigen Beistelltisch. Ein anderes Highlight der Messe war sicherlich «Wonderhome» des Querdenkers Van Bo Le-Mentzel: ein 16 m2 grosses Apartment mit Bauhausfassade in Kleinformat. Wir sind gespannt, wie sich die Messe in den kommenden Jahren – hoffentlich im Gross­format – weiterentwickeln wird. 

neueraeume.ch

Wort
Benjamin Moser

Bild
Constantin Meyer

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