Architekturperle aus Glas und Stahl

V. l. n. r.: Amédée Ozenfant, ­Albert Jeanneret und Le Corbusier 1919 in der Maison Blanche in La Chaux-de-Fonds.

Architekturperle aus Glas und Stahl

Pavillon Le Corbusier, Zürich

Im renovierten Pavillon Le Corbusier wird neu ­jedes Jahr eine Wechselausstellung präsentiert. Highlight bleibt nach wie vor das ­legendäre Bauwerk.

Fast zwei Jahre lang war das Baudenkmal im Zürcher Seefeld wegen Renovationsarbeiten geschlossen. Seit dem 11. Mai ist es wieder für die breite Öffentlichkeit zugänglich – und es sieht immer noch wie das Original aus. Letzteres spricht nicht zuletzt für eine ausgezeichnete Arbeit des Architektenduos Silvio Schmed und Arthur Rüegg sowie der beteiligten Handwerker, die viel Fachwissen und Liebe zum Detail bewiesen. 

Renovieren mit Bedacht
Obschon die «maison d’homme» – wie Le Corbusier seinen ­Entwurf nannte – immer sorgfältig unterhalten wurde, zeigte eine Machbarkeitsstudie, dass dringende Sanierungsarbeiten notwendig waren: Die Gebäudehülle sei nicht mehr dicht, der Anstrich der ­Metallschirme des Dachs ­extrem schadstoffbelastet gewesen, die Bodenheizung habe seit den 1980er-Jahren nicht mehr funktioniert und die Elektrozentrale sich nach einem Brand «in chaotischem Zustand» befunden, so die Architekten. Es bestand also dring­en­der Handlungsbedarf. Wie sorgfältig die Restaurierungsarbeiten durchgeführt wurden, zeigt sich am Beispiel der neuen Bodenheizung: Rund 500 Schieferplatten wurden hierfür einzeln herausgeschnitten, nummeriert und schliesslich wieder an der richtigen Stelle eingebaut. Bis auf drei beschädigte Platten befinden sich immer noch die Originale aus den 60er-Jahren im Gebäude.
pavillon-le-corbusier.ch

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Wort
Nuria Peón

Bild
Fondation Le Corbusier, Georg Aerni, ZHdK