Abgelichtet: Baukunst im Fokus

Wort: Anina Cammarota / Bild: Lucien Hervé
Die neue Ausstellung im Pavillon Le Corbusier in
Zürich vereint eindrucksvoll Architektur und Fotografie.

Die Wege der beiden kreuzten sich erstmals im Jahr 1949. Der Fotograf Lucien Hervé reiste nach Marseille, um das progressive Werk Unité d’Habitation des Architekten Le Corbusier zu dokumentieren. Mit diesem Projekt erschuf der schweizerisch-französische Baumeister einen Vorreiter des Plattenbaus und realisierte erstmals seine Vision von vertikalen Städten sowie Wohnkomfort für die breite Masse. Mit seiner minimalistischen Sichtweise inszenierte Hervé die Idee des Architekten in einer abstrakten Komposition. Diese Begegnung legte die Basis für eine langjährige Kooperation.

Das führt uns heute ans Zürcher Seebecken. An der Promenade befindet sich der im Jahr 1967 vollendete Pavillon Le Corbusier. Seit 2019 wird dieser durch das Museum für Gestaltung im Auftrag der Stadt Zürich als öffentliches Museum geführt. Der letzte und einzige Bau aus Stahl und Glas des einflussreichen Architekten ist ein bedeutendes architektonisches Juwel. Auf rund 600 Quadratmetern erleben Besucherinnen und Besucher die revolutionären Werke und Ideen des gebürtigen Schweizers hautnah. Dieser strebte stets die Vereinigung von Funktionalität und Ästhetik an. Mit seinem universellen Masssystem «Modulor» – einem Versuch, der Architektur eine am Mass des Menschen orientierte, mathematische Ordnung zu geben – zählt Le Corbusier bis heute zu den einflussreichsten Architekten des 20. Jahrhunderts.

Den ganzen Beitrag lesen Sie in der Ausgabe 05-24 der Wohnrevue.


 

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